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Geschichtstafel

  

1035: Besiedelung des Klosters St.Walburg durch Benediktinerinnen; das klösterliche Leben und das Chorgebet wurden seitdem nie unterbrochen.

1022/42: Während der Regierungszeit von Bischof Heribert wird mit dem Neubau des romanischen Doms begonnen. - Erste Münzprägung der Bischöfe.- 1042 wird Eichstätt erstmals als "civitas" (Stadt) bezeichnet.

1055: Der Eichstätter Bischof Gebhard I. (1042 bis 1057 Bischof) wird Papst - Victor II. 1056 war er zugleich Reichsverweser und Vormund für Heinrich IV.

1057/75: Bischof Gundekar II.vollendet den romanischen Dom,weiht im Bistum über hundert Kirchen, lässt das nach ihm benannte Pontifikale schreiben und ausschmücken;1072 Weihe der Kapellen in den beiden Domtürmen.

Um 1150: Entstehung des Schottenklosters Heilig Kreuz, das bis etwa 1450 Bestand hat. Um diese Zeit auch Errichtung einer Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem durch Dompropst Walbrun von Rieshofen.

Um 1156: Bischof Konrad I. von Morsbach gründet das AugustinerchorherrnklosterRebdorf aufgrund einer Schenkung von Kaiser Friedrich Barbarossa. Bischof Konrad, der am 13. Januar 1171 starb, wurde in Rebdorf beigesetzt.

1199: König Philipp verleiht Bischof Hartwig von Grögling (1196 bis 1223) das Recht, in Eichstätt eine vierzehntägige Messe zu halten. Um diese Zeit wird im Norden des Bereichs des Domklosters planmäßig eine neue Bürgerstadt angelegt. Kirche und Kloster St.Walburg werden in die Ummauerung einbezogen.

1210: Bischof Hartwig von Grögling weiht das nun vollendete Langhaus des romanischen Doms ein. - Im selben Jahr erfolgt auch eine der frühesten Wohltätigkeitsstiftungen in Eichstätt: Abt Donat von der Heilig-Kreuz-Kirche verordnete, dass alle Wochen an die Siechen außerhalb der Stadt sieben Brote,den Armen der Stadt ebenso sieben Brote verabreicht werden sollten, ferner am Willibaldsfest (7. Juli) 52 Denare und am Fest St. Martin (11.November) ebenfalls 52 Denare.

1237: Adel und Bürger von Eichstätt erheben sich gegen den Bischof und das Domkapitel, verjagen sie aus der Stadt und wählen für sich ein eigenes Domkapitel und sogar einen Bischof. Bischof Friedrich von Parsberg (1237 bis 1246) belegt die Aufrührer mit dem Interdikt und sperrt die Kirche. Da sprengen die Eichstätter mit Gewalt die Türen der Domsakristei auf, plündern sie und beerdigen sogar unter feierlichen musikalischen Aufzügen die Toten. Bei einem gemeinsamen Bußgang des Bischofs und der Bürgerschaft nach St.Walburg wird die Aussöhnung vollzogen.

Um 1254: Die Grafen von Hirschberg stiften das Heilig-Geist- Spital in Eichstätt.

1256: Am 10. Juni werden die Gebeine des heiligen Willibald von der Gruft zum Hochaltar übertragen; sie bleiben dort bis zum 13. Oktober zur Verehrung ausgestellt und werden dann in einemsteinernen Sarg mitten in der Domkirche wieder beigesetzt. Es gingen so reichlich Opfergaben ein - 1404 Pfund Pfennige -, dass davon der Dom mit Blei eingedeckt, zwei Glocken gegossen, Decke und Fenster der Kirche ausgebessert werden konnten.

1269: Bischof Hildebrand von Möhren (1261 bis 1279) veranstaltet erneut eine Translation der Gebeine Willibalds in eine eigene Kapelle am Dom; die Reliquien birgt fortan ein zierlicher Steinsarg.

1279: Sophie Gräfin von Hirschberg stiftet das Dominikanerkloster in Eichstätt.

 

Besiedelung des Klosters St.Walburg durch Benediktinerinnen; das klösterliche Leben und das Chorgebet wurden seitdem nie unterbrochen.Während der Regierungszeit von Bischof Heribert wird mit dem Neubau des romanischen Doms begonnen. - Erste Münzprägung der Bischöfe.- 1042 wird Eichstätt erstmals als "civitas" (Stadt) bezeichnet.Der Eichstätter Bischof Gebhard I. (1042 bis 1057 Bischof) wird Papst - Victor II. 1056 war er zugleich Reichsverweser und Vormund für Heinrich IV.Bischof Gundekar II.vollendet den romanischen Dom,weiht im Bistum über hundert Kirchen, lässt das nach ihm benannte Pontifikale schreiben und ausschmücken;1072 Weihe der Kapellen in den beiden Domtürmen.Entstehung des Schottenklosters Heilig Kreuz, das bis etwa 1450 Bestand hat. Um diese Zeit auch Errichtung einer Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem durch Dompropst Walbrun von Rieshofen.Bischof Konrad I. von Morsbach gründet das AugustinerchorherrnklosterRebdorf aufgrund einer Schenkung von Kaiser Friedrich Barbarossa. Bischof Konrad, der am 13. Januar 1171 starb, wurde in Rebdorf beigesetzt.König Philipp verleiht Bischof Hartwig von Grögling (1196 bis 1223) das Recht, in Eichstätt eine vierzehntägige Messe zu halten. Um diese Zeit wird im Norden des Bereichs des Domklosters planmäßig eine neue Bürgerstadt angelegt. Kirche und Kloster St.Walburg werden in die Ummauerung einbezogen.Bischof Hartwig von Grögling weiht das nun vollendete Langhaus des romanischen Doms ein. - Im selben Jahr erfolgt auch eine der frühesten Wohltätigkeitsstiftungen in Eichstätt: Abt Donat von der Heilig-Kreuz-Kirche verordnete, dass alle Wochen an die Siechen außerhalb der Stadt sieben Brote,den Armen der Stadt ebenso sieben Brote verabreicht werden sollten, ferner am Willibaldsfest (7. Juli) 52 Denare und am Fest St. Martin (11.November) ebenfalls 52 Denare.Adel und Bürger von Eichstätt erheben sich gegen den Bischof und das Domkapitel, verjagen sie aus der Stadt und wählen für sich ein eigenes Domkapitel und sogar einen Bischof. Bischof Friedrich von Parsberg (1237 bis 1246) belegt die Aufrührer mit dem Interdikt und sperrt die Kirche. Da sprengen die Eichstätter mit Gewalt die Türen der Domsakristei auf, plündern sie und beerdigen sogar unter feierlichen musikalischen Aufzügen die Toten. Bei einem gemeinsamen Bußgang des Bischofs und der Bürgerschaft nach St.Walburg wird die Aussöhnung vollzogen.Die Grafen von Hirschberg stiften das Heilig-Geist- Spital in Eichstätt.Am 10. Juni werden die Gebeine des heiligen Willibald von der Gruft zum Hochaltar übertragen; sie bleiben dort bis zum 13. Oktober zur Verehrung ausgestellt und werden dann in einemsteinernen Sarg mitten in der Domkirche wieder beigesetzt. Es gingen so reichlich Opfergaben ein - 1404 Pfund Pfennige -, dass davon der Dom mit Blei eingedeckt, zwei Glocken gegossen, Decke und Fenster der Kirche ausgebessert werden konnten.Bischof Hildebrand von Möhren (1261 bis 1279) veranstaltet erneut eine Translation der Gebeine Willibalds in eine eigene Kapelle am Dom; die Reliquien birgt fortan ein zierlicher Steinsarg.Sophie Gräfin von Hirschberg stiftet das Dominikanerkloster in Eichstätt.

 

1282: Bischof Reinboto von Meilenhart (1279 bis 1297) schafft die "ludi episcopales" ab, eine Weihnachtsbelustigung, die unter den Domscholaren oft mit blutigen Schlägereien, ja selbst mit Totschlag endete. Bei diesen Bischofsspielen wurde alle Weihnachten von den Scholaren ein Bischof gewählt, den sie mit einem Bischofsornat bekleidet zur Kirche führten und dort eine förmliche Liturgie halten ließen. Dann ging es zu einem Gelage auf Kosten des Kapitels, wobei in der Regel gerauft wurde.

1291: Graf Gebhard VII. von Hirschberg gewährt den Bürgern von Eichstätt das Recht, ihre Geschworenen selbst zu wählen; aus ihnen entwickelt sich der Innere Rat.

14./15. Jahrhundert: Blütezeit des Eichstätter Bürgertums. Vier Vorstädte entstehen, die Westenvorstadt wird noch im 14. Jahrhundert ummauert.

 

1305: Am 4. März stirbt Graf Gebhard VII. von Hirschberg kinderlos als Letzter seines Geschlechts. Seine Leiche wird, in voller Ritterrüstung bekleidet, durch den Abt von Plankstetten im Schloss Hirschberg abgeholt und in feierlichem Trauerzug bis Kinding gebracht. Dort erwartet der Prior von Rebdorf mit seinem ganzen Konvent den Trauerkondukt und gibt ihm das Geleit nach Rebdorf, wo die Beisetzung erfolgt. Zum Erben wurde testamentarisch das Bistum Eichstätt eingesetzt.

1307: Bischof Philipp von Rathsamhausen stellt einen Freiheitsbrief für die Bürger der Stadt Eichstätt aus, der unter anderem auf erzwungene Dienste verzichtet,Freizügigkeit der Bürger gewährleistet und die Selbstverwaltung der Bürgerschaft sicherstellt. Die Stadt entrichtet dafür eine jährliche Steuer von 250 Pfund Heller, die am Gallustag (16. Oktober) fällig ist und daher als Gallisteuer bezeichnet wird.

1309: Am 14. September Erhebung der Gebeine des Bischofs Gundekar (1057 bis 1075), der schon seit 200 Jahren durch das Volk verehrt wurde.

1319 bis 1321: Eichstätts erstes Straßenpflaster entsteht am Marktplatz.

1346: Heinrich Propst, ein Eichstätter Bürger, errichtet eine Siechenhausstiftung; er vermacht zu diesem Zweck sein Haus mit Garten außerhalb der Mauern der Stadt für ein Leprosenhaus, worin Kranke und arme Reisende untergebracht werden sollten;das Leprosenhaus wird erst 1400 eröffnet.1347/48 herrscht in Eichstätt und im ganzen Hochstift der schwarze Tod. Es folgen noch mehrere ähnliche Stiftungen zur Abwehr der Krankheit. Wegen der Ansteckungsgefahr werden die Lazarette außerhalb der Stadt erbaut.

1351/1365: Bischof Berthold Burggraf von Nürnberg erbaut die Willibaldsburg und verlegt seine Hofhaltung dorthin.Die Nachfolger nehmen Erweiterungsbauten vor. Die Willibaldsburg dient als Bischofsresidenz bis 1725.

1360: Bischof Berthold erwirkt bei Kaiser Karl IV. für Eichstätt das Jahrmarktrecht für einen vierzehntägigen Jahrmarkt um Willibaldi. Daraus entwickelt sich die Willibaldi-Dult. Anfang und Ende des Marktes sollten mit der Rathausglocke angezeigt werden. Pfannenflicker und Scherenschleifer durften über Nacht nicht in der Stadt wohnen.

1363: Die Stadt wird von einem fürchterlichen Wolkenbruch heimgesucht, der aus dem Buchtal eine Geröll- und Steinflut mitten in die Stadt hineinschwemmt und durch Hochwasser zusätzlich großen Schaden anrichtet.

1365 bis 1383: Unter Bischof Raban Truchseß von Wildburgstetten beginnt die Umgestaltung des Doms im gotischen Stil; er spendet dazu 3000 Gulden. Der Domumbau wird fortgesetzt unter Bischof Friedrich IV. von Öttingen (1383 bis 1415). Die Einweihung erfolgt am 13. Oktober 1396.

1377: Beschreibung der Stadtgemarkung: So verläuft der Bann zu Eichstätt: Von der Brücke nach dem Waschegarten (Schlagbrücke) an den Kniepass,auf den Berg (Blumenberg) bis an das steinerne Kreuz, zu Westen bis an das tiefe Tal, zu Osten bis an die zwei Bäume (gegen Landershofen hin zu verstehen), in dem Buchtale bis an den Brennbüchl. So weit geht auch der eichstättische Blumbesuch, der mit drei Herden gehörnten Viehes täglich besucht wird.

1395: Ulrich Groß stiftet ein ewiges Almosen: Acht Arme sollen alle Sonntage Brot und Fleisch erhalten.

1397: Eine pestartige Krankheit richtet viel Schaden unter der Bevölkerung an. Bischof Friedrich IV. von Öttingen spendet persönlich vielen Kranken die Sterbesakramente